Formuliere, was wirklich gelöst werden muss: Funktion, Komfort, Instandsetzung oder Wertsteigerung. Schreibe klare Erfolgskriterien auf, etwa leisere Räume, mehr Stauraum oder pflegeleichte Oberflächen. Halte den Umfang in einem Projektstrukturplan fest und markiere Bereiche, die bewusst unberührt bleiben. So verhinderst du schleichende Erweiterungen, die Kosten, Genehmigungen und Zeitplan sprengen. Eine kurze, dokumentierte Entscheidung heute erspart dir zehn Verhandlungen morgen.
Miss alle Räume sorgfältig, fotografiere Leitungen, Schächte, Fensterlaibungen und Unebenheiten. Prüfe Feuchtigkeit an Außenwänden, die Lage tragender Bauteile und die Lastreserven der Decke, wenn schwere Einbauten geplant sind. Notiere Geräuschquellen und Zugluft, die in der Planung berücksichtigt werden müssen. Ein realistisches Bild des Ist-Zustands schützt vor Überraschungen, falschen Bestellungen und nachträglichen Eingriffen. Teile deinen Grundriss – wir zeigen dir typische Stellen, die gern übersehen werden.
Ordne Aufgaben in Phasen: Substanz sichern, Technik modernisieren, Raum verbessern, Oberfläche veredeln. Lege pro Phase klare Abbruchkriterien fest, falls Hindernisse auftreten. Plane Notlösungen, wenn du während der Arbeiten wohnen musst, etwa provisorische Küche. Erlaube nur Änderungen, die mindestens zwei Vorteile liefern. So bleibst du handlungsfähig, selbst wenn Lieferzeiten schwanken oder ein Gewerk ausfällt. Löse Diskussionen mit einem sichtbaren Kanban-Board, das Fortschritte und Blocker sofort offenlegt.
Plane separate Stromkreise für Küche, Bad und große Verbraucher, prüfe Auslösewerte der Sicherungen und Funktion der FI-Schalter. Halte Installationszonen ein, dokumentiere Leitungsführungen mit Fotos. Achte auf ausreichende Dosen, Lüftung und Brandschutzmanschetten. Wer hier pedantisch ist, genießt später Ruhe. Kleine Checks jetzt verhindern Stress, Ausfälle und Folgeschäden, wenn die Wände längst geschlossen sind.
Sorge für normgerechte Abdichtungen, lückenlose Dichtbänder, geprüfte Durchführungen und korrektes Gefälle zu Abläufen. Führe, wenn möglich, einen Dichtigkeits- oder Fluttest durch, bevor Fliesen verlegt werden. Achte auf Schallschutz und Entkopplung unter Dusche und Wanne. Dokumentiere alle Schichten. So bleibt das Bad leise, trocken und wartungsfreundlich – und du musst nicht Monate später aufwendig nachbessern.
Gehe Raum für Raum mit Checkliste vor, prüfe Ebenheiten, Fugenbilder, Funktion von Armaturen, Steckdosen und Lüftung. Halte Mängel konkret mit Foto, Ort und Frist fest. Verknüpfe Restzahlung mit Beseitigung. Sammle Garantien, Pflegehinweise und Bedienungsanleitungen zentral. Eine saubere Abnahme krönt die Arbeit, schützt dein Budget und schafft klare Verhältnisse für die nächsten Jahre.